Gespeichert unter: Gedanken | Schlagworte: aufpassen, beschäftigt, beschützen, Gott, Kind, laufen, Mama, Papa
Gestern Abend habe ich eine interessante Beobachtung gemacht: ein kleiner Junge kann seid einer Woche laufen. Er sprüht vor Freude, Energie und Entdeckerlust! Keine einfache Aufgabe für die Eltern, besonders die Mama, die versucht hat, seine Aufmerksamkeit vom Papa wegzulenken, der auf der Bühne steht und Klavier spielt… Um Stühle und Tische rum, hinter Kisten und in fremden Taschen gab es aber auch so genug zu entdecken. Die Mama (und leicht eingeschränkt) auch der Papa hatten immer ein Auge auf ihn, hab ihn aber dennoch alleine rumlaufen lassen. Ab und zu ist er hingefallen, hab sich dann aber wieder aufgerappelt und in die Arme seiner Mama geflüchtet und kurz drauf ging es wieder weiter. Die Mama singend im sichereren Entdecker-Abstand von ca. 5 Metern, der Papa scheinbar mit Klavierspielen beschäftigt. Der kleine Mann konnte wirklich viel selber ausprobieren, doch kaum war er auf einen Meter an der Kerze dran, waren sowohl Mama als auch Papa (das Klavier hat von alleine weitergespielt) zur Stelle!
Ein schönes Bild für mich und meinen Muster-Papa Gott. Er lässt mich ziemlich viel alleine ausprobieren, manchmal falle ich hin oder laufe gegen eine Wand. Er hält mich nicht davon ab, meine Erfahrungen zu machen und mir unter Umständen auch mal leicht weh zu tun. Ich auf mich alleine gestellt – er scheinbar mit anderen Dingen beschäftigt. Doch er lässt mich nie aus den Augen! Und sollte ich seine Hilfe, sein Einschreiten einmal richtig nötig haben, dann ist er zur Stelle, um mich vor wirklich gefährlichen Sachen zu beschützen!
Gut, so einen Papa zu haben!
Gespeichert unter: Photos
Dieses Mal bin ich mit meiner Photografiererei wirklich zu weit gegangen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Weil ich mich auf fremdem Hoheitsgebiet aufgehalten habe, wurde ich sofort fortgejagt. Und mit mir natürlich auch dieses süße kleine Eichhörnchen auf seinem Baumstamm. Vor Schreck hat es sogar die Nuss fallen lassen. Und ich war sauer. Da hab ich mir so viel Mühe gegeben. Von Baum zu Baum hab ich mich angeschlichen – Winnetou wäre stolz auf mich gewesen – geräuschlos habe ich mich dem Photo meines Lebens genähert. Dann war ich fast nah genug dran, meine Kamera gezückt… „Hey, sie da! Gehen sie bitte sofort auf den Weg zurück! Sie lösen bei uns Alarm aus!“ – „Ich… äh… nur ein Photo? … Nein? … Schade!“ - Was muss das Bundesverfassungsgericht auch mitten im Botanischen Garten stehen!!!
Gespeichert unter: Gedanken
Über diesen unscheinbaren Ort wird in letzter Zeit viel geschrieben, gelesen und geredet. Leider. Ich weiß nicht, was ich noch groß dazu sagen soll und um ehrlich zu sein, beschäftigt es mich auch nicht so, wie es vielleicht sollte. Ich bin im Lernstress, sitze von früh bis spät in der Uni-Bibliothek und versuche Mathe zu lernen. Was passiert ist, ist schrecklich aber eben auch ziemlich weit weg. Vielleicht geht es euch ähnlich.
Ich will auch nichts weiter dazu sagen, sondern Danny Fresh zitieren, der gute Worte gefunden hat:
„Ich muß einfach was dazu sagen, bevor ab morgen wieder die mediale Hetzjagd auf Zahlen, Statistiken, Vergleichen mit jedem vergangenen Amoklauf und die übliche Suche nach einfach gestrickten Begründungen für ein abgründiges Ereignis beginnt. Bereits heute beginnt in den Medien die alte Leier mit Diskussionen über Ego-Shooter, Musik und andere Platzhalter…
Ich glaube wir müssen den Blick auf uns selbst richten – jeder auf sich und sein Umfeld. Wir kennen uns nicht mehr, wir isolieren uns und vereinsamen. Familien leben im gleichen Haus und kriegen scheinbar nichts voneinander mit. Ich kann nicht über die Ereignisse von Winnenden nachdenken, ohne den Blick auf mich, auf uns und auf unsere Gesellschaft zu richten.
Tut mir und vor allem euch einen Gefallen und laßt euch – egal was irgendwelche Nachforschungen ergeben – nicht von den auf schnelle und kurzsichtige Ergebnisse getrimmten Medien ablenken. Nehmt dieses traurige Ereignis als Chance um einen ehrlichen Blick auf uns alle zu werfen.“
Recht hat er!
Dazu hat er dann auch noch gleich einen guten Song aufgenommen: „Was kann dieser Tag ändern“: http://www.myspace.com/freshhiphop , und auf dem dazugehörigen Blog den ganzen Artikel!




